„Wir investieren ausschließlich in Ready-to-Build."
Diesen Satz hören wir häufig. Und der Wunsch dahinter ist nachvollziehbar: Sicherheit, Klarheit, Planbarkeit.
In der Praxis zeigt sich jedoch schnell: Ready-to-Build (RTB) ist kein eindeutig definierter Zustand. Wer im Markt mit Entwicklern, Investoren und Projektportfolios arbeitet, merkt schnell, dass RTB je nach Investmentstrategie, Risikoprofil, Finanzierungslogik und Projektart unterschiedlich verstanden wird.
Ready-to-Build ist nicht gleich Ready-to-Build
Auf dem Papier klingt RTB nach einem klaren Meilenstein. In der Realität ist RTB oft ein Spektrum aus technischen, genehmigungsrechtlichen und kommerziellen Voraussetzungen. Genau an dieser Stelle entstehen Missverständnisse und Bewertungsdifferenzen.
Die entscheidenden Fragen lauten meist:
Netzanschluss: Zusage oder FCA?
- Reicht eine technisch zugesagte Netzanschlusskapazität
- oder wird ein unterzeichneter FCA erwartet?
Für viele Investoren ist der Netzanschluss der zentrale Gatekeeper – aber die Schwelle, ab wann ein Projekt als „sicher genug" gilt, variiert stark.
Genehmigungen: Baugenehmigung oder Satzungsbeschluss?
- Ist eine erteilte Baugenehmigung Voraussetzung
- oder genügt bereits der Satzungsbeschluss?
Auch hier ist die Spannweite groß. Manche Strategien akzeptieren frühere Reifegrade, andere verlangen maximale Genehmigungssicherheit.
Kommerzielle Bausteine: PPA und EPC jetzt oder später?
- Müssen PPA und EPC-Angebot bereits vorliegen
- oder sind das Themen für den nächsten Schritt?
Je nach Portfolioansatz, Vermarktungsstrategie und Risikotoleranz verschiebt sich, ob diese Bausteine Teil der RTB-Definition sind oder erst nachgelagert.
Marktrealität: Der Einstiegspunkt ist individuell
Unsere Erfahrung aus Gesprächen: Jeder Investor definiert seinen Einstiegspunkt individuell.
Damit ist RTB weniger ein fixer Status, sondern eine individuelle Ready-to-Build-Logik, die aus internen Investmentkriterien abgeleitet wird.
Das Ergebnis: Zwei Investoren können dasselbe Projekt sehen – und zu völlig unterschiedlichen Einschätzungen kommen, ob es bereits „RTB" ist.
Wie Voltpark ansetzt: Projekte nach Reifegrad transparent, strukturiert, vergleichbar
Genau hier setzen wir bei Voltpark an. Wir bereiten Projekte transparent, strukturiert und vergleichbar auf – entlang ihres tatsächlichen Reifegrads.
So können Investoren fundiert einschätzen, ob ein Projekt zur eigenen Ready-to-Build-Logik passt.
Fazit: RTB braucht gemeinsame Sprache und Vergleichbarkeit
Wer „Ready-to-Build" sagt, meint oft „ready für unser Investmentmodell". Damit Investoren und Entwickler schneller zusammenkommen, braucht es weniger Schlagworte – und mehr klare Kriterien, Reifegradlogik und Vergleichbarkeit.